Cem Özdemir besucht die Stadtwerke Mühlacker und Upcycling Plus

04.12.2025

Innovationen für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft im Fokus

Auf Einladung von Frau Stefanie Seemann, MdL, besuchte der ehemalige Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir heute die Stadtwerke Mühlacker und das Unternehmen Upcycling Plus in den Waldäckern. Im Mittelpunkt des Austauschs standen innovative Energietechnologien, regionale Kooperationen und konkrete Beiträge zum Klimaschutz.

Die Stadtwerke Mühlacker und die Biomethananlage präsentierten dem ehemaligen Minister ihre neuesten Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und der klimafreundlichen Versorgung der Region. Besonderes Interesse zeigte Herr Özdemir an der Reverion-Brennstoffzelle, deren Technologie es ermöglicht erneuerbare Energien in Form von Strom, Methan oder Wasserstoff flexibel zu nutzen. Mit einem Wirkungsgrad von beeindruckenden 74,2 Prozent wurde in Mühlacker ein neuer Weltrekord erreicht – ein wichtiger Schritt für eine stabile, effiziente und nachhaltige Energieversorgung.

Auch das Engagement der Upcycling Plus fand große Beachtung. Das Unternehmen entwickelt Verfahren, um Rückstände aus der Biogaserzeugung als hochwertigen Ersatz für Torf nutzbar zu machen – ein Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Entstanden ist die Firma aus einer Kooperation der Stadtwerke Mühlacker und der Biomethananlage Mühlacker mit den Partnern Geltz Umwelttechnologie, Corthum Nordschwarzwald und der Universität Hohenheim.

In einem Appell an Özdemir betonte Roland Jans, Geschäftsführer der Stadtwerke Mühlacker:
„Wir wünschen uns für die Zukunft eine feste Einspeisevergütung für Biomethan sowie eine unbürokratische und zügige Bearbeitung von Anträgen und Vorhaben. Darüber hinaus leisten wir hier in Mühlacker durch Projekte wie diese aktiven Ressourcen- und Trinkwasserschutz – das ist für uns echte Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Standortverantwortung.“
Thomas Gutjahr, Geschäftsführer der Biomethananlage Mühlacker, ergänzte:
„Mit dem Projekt Upcycling haben wir für unsere Anlage ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein geschaffen, das sich auf andere Standorte in Deutschland übertragen lässt. So eröffnen sich Chancen, Biogasanlagen auch nach dem Ende der EEG-Förderung wirtschaftlich weiter zu betreiben.“

Zum Abschluss zeigte sich Özdemir beeindruckt vom Engagement der lokalen Akteure und dem Innovationsgeist in der Region. Das Zusammenspiel von öffentlicher Daseinsvorsorge, Forschung und Wirtschaft in Mühlacker sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Energiewende konkret vor Ort gelingen könne.

Partner und Politik
Partner und Politik
Einblicke in die Veranstaltung
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